CHiPs - Die Serie

Jon und Ponch

CHiPs kam erst 1989 nach Deutschland. Die Film und Fernseh Synchron München übernahm die Synchronisation.

Von 1989 bis September 1992 lief CHiPs mit mehreren Wiederholungen bei RTL plus. Das "plus" wurde später weggelassen. Der dann freigewordene Sendeplatz wurde mit der ersten "Hans Meiser" Talk Show besetzt. Schon 1994 kaufte VOX die Serie und zeigte sie mit 2 Wiederholungen im Nachmittagsprogramm. Von 1995 bis 1996 konnte CHiPs bei Kabel 1 gesehen werden, leider begann schon da das Weglassen der Abspänne, welches gerade in der ersten Staffel auch Teile von Handlungssträngen nicht zu Ende führen ließ. 1997 und 1998 wurde CHiPs erneut bei VOX gezeigt, diesmal wurden auch dort die Abspänne geschnitten. Am 09.09.1998 war die letzte Folge von CHiPs im deutschen Free TV zu sehen, seitdem warten die Fans auf eine Wiederholung der Serie. Im Jahr 2000 konnte CHiPs bei dem Bezahlsender Premiere gesehen werden, für die meisten Fans damit unerreichbar.

In deutschen Genrezeitschriften fand diese Serie nie viel Beachtung, da sie kein allzu grosses Publikum ansprach. Es gibt 2 oder 3 Artikel aus der Zeitschrift "TV Serien", die hier auch bald veröffentlicht werden sollen.

Da die letzte Ausstrahlung im Free TV nunmehr 10 Jahre zurückliegt, erinnern sich nicht mehr viele an das Besondere, an das, was CHiPs ausmachte. Hier eine kleine Erinnerungshilfe und Chronik:

Der "Erfinder" der Serie, "Rick Rosner" war selbst einige Jahre im Sheriffs Department tätig und kannte den Polizeialltag in Kalifornien genau. Er verzichtete auf brutale Gewalt und setzte vor allem in der ersten Staffel auf Humor, sehr erfolgreich. Larry Wilcox und Erik Estrada harmonierten vor der Kamera sehr gut und waren beim Publikum geschätzt. Die Streitigkeiten hinter der Kamera führten erst 6 Jahre später zum Aus der Serie.

Die Thematik von CHiPs besitzt viel Potenzial, welches jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Schon sehr bald war klar, dass es eine "Zwei Mann Serie" war und die anderen Charaktere immer mehr in den Hintergrund traten. Verwandte und Familie wurden nur für einzelne Folgen erschaffen und danach selten oder nie mehr erwähnt oder mit einbezogen. Bestes Beispiel dafür ist Ellen Getraer, die von der ersten bis zur 5. Staffel nie erwähnt wird, dann für eine Folge der 6. Staffel in die Handlung einbezogen wird und danach nie mehr Bezug auf dieses Mitlgied der Familie Getraer genommen wird. Die Fixierung auf 2 Hauptdarsteller und die nicht kontinuierliche Weiterführung von begonnenen Handlungsträngen, sowie absurde "Geister-" und "Aliengeschichten" sorgten für ein rasches Ende nach der 6. Staffel, obwohl noch eine 7. in Planung war. Die besten und inhaltlich stärksten Staffeln waren die 2. bis einschliesslich 4. Staffel, in diesen Jahren bewiesen die Autoren viel Fantasie und hatten gute Ideen (persönliche Meinung des Autors).

Heute wird zum Glück auf solche Dinge bei der Entwicklung von neuen Serien geachtet, ebenso meistens bei der Synchronisation. Diese ist bei CHiPs leider auch nicht die Beste. Mehr Infos dazu in der Rubrik "Synchronsprecher".

Autor: Mia